Schonungslos vor Drogen warnen

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Ex-Junkie Dominik Forster aus Nürnberg warnt die Acht- und Zehntklässler der Walter-Höllerer-Realschule mit harten Worten vor Drogen.

„Ultrascheiße“ sei sein Leben als 17-Jähriger gewesen. Dominik Forster war ein Junkie. Mit seinen harten Worten warnt er anhand seines eigenen Lebensgeschichte die Acht- und Zehntklässler der Walter-Höllerer-Realschule vor Drogen.

Dominik Forster hat sich der Drogenprävention an Schulen verschrieben. Lobenswert – aber hört man die ganze Geschichte, ist man schockiert. Der 29-Jährige erzählt aus seinem Leben als drogenabhängiger Jugendlicher. In der Schule war Forster der Verlierer, klein, dünn, „Scheißfrisur“, mit Dinosaurier-Rucksack. Als 17-Jähriger fand Forster sein Leben von morgens bis abends „ultrascheiße“. Er griff zu Crystal Meth, einem Amphetamin.

Und damit wollte er einmal der Held sein. Nach kurzer Zeit brauchte er täglich Alkohol, Speed, Crystal Meth, Koks, unzählige Joints und Zigaretten. Aber er war der coole Gang-Anführer, verkaufte Drogen, um seinen Konsum zu finanzieren, war 13 Tage hintereinander wach. „Ich war wie so eine Rakete, die man in den Boden steckt und anzündet, ich bin in den Himmel geflogen“, beschrieb Dominik Forster. Er liest aus seinem Buch „crystal.klar“, in dem er seine Gefühle und sein Leben mit Drogen erklärt. Doch dann kippt es, die Rakete explodiert, psychisch und physisch. Schonungslos umschreibt er, wie er damals in seinem Drogenwahn vermeintliche Käfer aus seiner Haut schnitt und in seiner vergammelten Wohnung dahinvegetierte. Er konnte nicht mehr lesen und schreiben. Irgendwann stand die Polizei vor der Tür. Für die beschlagnahmten Drogen im Wert von 50.000 Euro geht Forster zweieinhalb Jahre in den „Knast“. Den Schülern kann er dazu nur sagen: „Im Gefängnis fickst du oder wirst gefickt. Es gibt nur Opfer oder Täter. Und wenn du rauskommst, will dich keiner." Doch er hat es trotzdem geschafft. Seit acht Jahren ist er nun „clean“ und seit fünf Jahren „trocken“, aber mit Panikattacken sowie posttraumatischen Belastungsstörungen kämpft er noch heute.