1. 55. Jahrestag des Elyséevertrags -

ein Grund zur Freude

Die Walter-Höllerer-Realschule Sulzbach-Rosenberg feiert mit

  

Ein besonderer Höhepunkt im Schulterminkalender der Walter-Höllerer-Realschule war auch in diesem Jahr der Tag der Deutsch-Französischen Freundschaft. Die Aula der Schule wurde anlässlich dieses bedeutsamen Tages unter der Regie der verantwortlichen Fachbetreuerin entsprechend herausgeputzt und die Französischklassen boten selbst zubereitete amuse-gueules an.

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Das Angebot  in beiden Pausen war wieder überwältigend, die Speisen fanden wie erwartet, begleitet von französischer Musik, reißenden Absatz. An dieser Stelle sei den Schülern und ihren Eltern herzlich gedankt, die keine Mühen scheuten, damit dieser Tag ein ganz besonderes Erlebnis werden konnte.

Die 7. Klasse des Französischzweigs stellte den 6. Klassen in einem kurzen Rollenspiel ihre speziellen talents vor, die sie in ihrer Freizeit trotz Vokabel-und Grammatikbüffeln noch ausleben können. Die vielseitige Palette zeigt, dass neben dem notwendigen Lernpensum auch noch Spaß möglich ist. Beim Spracherwerb selbst, nimmt Motivation durch das Einstudieren von Rollenspielen einen wichtigen Platz ein.

Das Motto des diesjährigen Deutsch-Französischen Tages lautete:

Französisch lernen – beruflich mobil sein

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Die erweiterten beruflichen Möglichkeiten durch das Erlernen von Französisch wurden in den Fokus gerückt. Vor nunmehr 55 Jahren haben die Staatsmänner Charles de Gaulles und Konrad Adenauer im Elyséevertrag festgelegt, dass eine Annäherung beider Nationen durch das Erlernen der Sprache des jeweiligen Nachbarlandes erfolgen muss, um zu echten Partnern werden zu können. Hierzu brauchte man vor allem die Jugend und eine Einrichtung, die die Realisierung dieses Zieles fest im Auge behalten und unterstützt sollte.  Das DFJW (Deutsch-Französische-Jugendwerk), bzw. OFAJ (Office Franco-Allemand de la Jeunesse) haben sich dieser Aufgabe bis heute verschrieben.

Jugendliche, die an Austauschprogrammen interessiert sind, können sich an das DFJW wenden, um nähere Informationen über Brieffreundschaften, Schüleraustausch als Gruppe oder individuell, Städtepartnerschaften, Voltaireprogramm, Erasmusprogramme, ABI-BAC (Deutsch-Französisches Doppelabitur)  und binationale Studiengänge an einer der 180 Universitäten zu erhalten oder von finanziellen Fördermöglichkeiten zu profitieren. Selbst berufliche Praktika oder ein Teil der Berufsausbildung können im Ausland absolviert werden.

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Die Französisch-SchülerInnen mit Studienrätin Antonia Merkl (unten mitte)

Mit Französisch an der Realschule als Abschlussprüfungsfach (Zweig IIIa) halten sich die Schüler die Option offen, das Allgemeine Abitur auf einem relativ bequemen Weg zu erreichen. So öffnen sich berufliche Türen, die sonst nur Gymnasiasten vorbehalten sind.

Bei einem mehrwöchigem/ oder mehrmonatigem Aufenthalt erlernt man die Sprache des Gastlandes sehr schnell, vorausgesetzt, man bringt schon entsprechende Vorkenntnisse (z. B. Realschulniveau) mit.

An der Walter-Höllerer-Realschule können Schüler auf freiwilliger Basis und sehr kostengünstig das Diplôme des Études de la Langue Française (DELF) auf drei Niveaustufen ablegen (A1, A2, B1). Dazu musste die Französischlehrerin Frau Merkl auf einer Fortbildung die Prüferberechtigung des Institut Français erwerben. Eine Teilnahme an der Prüfung wirkt auf die Schüler motivierend und die mit dem Bestehen der Prüfung erworbene Zusatzqualifikation ist ein Plus in der Bewerbung, mit dem man sich von Konkurrenten abheben kann. Daneben gibt es Aufschluss über die erworbenen Kenntnisse in den Bereichen Sprechfertigkeit, Hörverstehen, Leseverstehen und Schreibfertigkeit.

Schüler an der WHR dürfen an einer 6-tägigen Studienreise ins Nachbarland teilnehmen um ihre Sprechfertigkeit und das Hörverständnis vor Ort zu erproben. Es ist auf jeden Fall unheimlich und aufregend, die eigenen erworbenen fremdsprachlichen Fähigkeiten an „echten Franzosen“ zu testen. Dabei kommt es u. a. unweigerlich zu witzigen Situationen – doch will man sich nicht dauernd blamieren, merkt man sehr schnell, dass man seine Vokabeln und Grammatikkapitel etwas genauer lernen muss.

Es dürfte unstrittig sein, dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich an der Realschule mit der Fremdsprache Französisch auseinanderzusetzen, zumal kein anderes Land mit Deutschland so rege und intensive Kontakte pflegt und noch weiter ausbauen will wie Frankreich. In Zukunft wird man in wirtschaftlicher Hinsicht noch enger zusammenarbeiten. Die Digitalisierung der Arbeitswelt steht als weiterer Punkt auf der politischen Agenda. Ein neuer Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern wird die Möglichkeiten gemeinsamer erfolgversprechender Projekte und damit die Möglichkeiten im Beruf voranzukommen noch vermehren. Darum heißt es: Erkenne deine Chancen, wage Neues – Du hast Glück, du kannst und darfst eine der faszinierendsten und schönsten Sprachen der Welt, nämlich Französisch -  lernen! Worauf wartest du noch?                                                                 

    Antonia Merkl STR‘in