Berufspraktikum

Das verpflichtende Berufspraktikum für die neunten Klassen hat noch keine lange Tradition an der Walter-Höllerer-Realschule. Nachdem im vergangenen Jahr erstmalig die Neuntklässler für drei Tage ein Praktikum absolviert haben, wurde aufgrund der positiven Erfahrung der Zeitraum auf eine Woche ausgedehnt.

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Mal in der Autowerkstatt Hand anlegen – das konnten die Realschüler bei ihrem einwöchigen Berufspraktikum.

Die meisten Schüler orientierten sich im Landkreis, also in unmittelbarer Umgebung ihres Wohnortes. Einige wenige verschlug es aber auch weiter weg, wie zum Beispiel nach Weiden, Nürnberg oder Weißenburg.

Erwartungsgemäß interessierten sich viele Schüler des Mathezweiges für technische Berufe, die des kaufmännischen Zweiges fand man bei Banken, Behörden oder Versicherungen wieder und zahlreiche Schüler des Werken-Zweiges hatten sich für ein Praktikum in einem Handwerk entschieden. Das beweist, dass die Zweigwahl vor Beginn der 7. Klasse aus Interesse heraus getroffen wurde und um die individuellen Stärken einzubringen. Aber Vorstellungen und Wünsche ändern sich im Laufe der Zeit und so gab es genauso den Mathematiker, der über einen Werdegang als Automobilkaufmann nachdenkt oder den Schüler aus dem kaufmännischen Zweig, der in einer Kleintierpraxis aushalf.

Und – Schüler räumen mit Vorurteilen auf! Jungen leisteten ihr Praktikum in klassischen Frauenberufen, wie Krankenpflege oder Kindererziehung, ab. Mädchen ließen sich nicht von typischen Männerberufen schrecken und versuchten sich als Mechatronikerin.

Manch einer fühlte sich hinterher in der eigenen Berufswahl bestätigt, ein anderer musste sich womöglich von liebgewonnenen Vorstellungen trennen. Natürlich ist es schmerzhaft, wenn sich der einstige Traumberuf als gar nicht traumhaft herausstellt, aber es eröffnet auch die Möglichkeit zur Neuorientierung.

Ein Dank gilt allen Firmen, Betrieben und Einrichtungen für die Aufnahme und kompetente Betreuung unserer Schüler als Praktikanten. 

Tipps für angehende Berufspraktikanten:

·         Frag nach! – Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur Menschen, die zu dumm sind, sie zu stellen.

·         Biete deine Hilfe an, pack mit an! Denk vorher daran, dir die richtigen Klamotten anzuziehen.

·         Erledige Aufträge sorgfältig und zuverlässig!

·         Schau aufmerksam zu und schau dir dabei einiges ab – ausnahmsweise ist Spicken erlaubt!