Plastik-Projekt zur Fastenzeit

7 Wochen dauert die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern, diese Zeit hat viele Bezeichnungen: Passionszeit, Fastenzeit, „7 Wochen ohne“. Viele Menschen nutzen die Wochen bis Ostern, um eine Fastenkur zu machen, sich das Rauchen abzugewöhnen oder einmal zu testen, ob man es im Alltag auch ohne Handy oder Süßigkeiten aushält. Man prüft sich also selbst und probiert aus, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben, liebgewonnene Gewohnheiten werden überdacht.

In diesem Jahr stellten die Schülerinnen und Schüler der WHR das Thema Plastik auf die Tagesordnung. In praktisch allen Lebensbereichen umgeben uns Dinge, die aus diesem Material hergestellt sind: die beliebte Trinkflasche, Plastiktüten und Verpackungsmaterialien beim Einkaufen, Spielzeug, Schreibmaterialien. Es findet sich in der Kleidung, in Kosmetik, in Baustoffen, in elektronischen Geräten – diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Das hat natürlich seinen Grund: Plastik ist relativ preiswert, leicht, hygienisch usw. Dieser übermäßige Konsum hat aber auch seine Schattenseiten: Berge von Müll haben sich auf der Erde angesammelt, ganze Plastik-Teppiche voller Müll schwimmen in den Weltmeeren, Meerestiere verwechseln diese Abfälle mit Futter und sterben qualvoll, Mikroplastik gerät in unsere Nahrungskette mit noch nicht vollständig erforschten Folgen. Beschäftigt man sich mit diesem Thema, merkt man, dass es so nicht weiter gehen kann. Der Mensch muss diesen übermäßigen Konsum von Plastik auf den Prüfstand stellen. Diese Gewohnheit überdenken. Was lag da näher, als das in der Fastenzeit vor Ostern zu tun? Warum nicht einmal versuchen, die Plastik-Trinkflasche zu ersetzen? Einmal überlegen, wie man Schulhefte und –bücher ohne Plastik einschlagen könnte. Sich beim Einkaufen eine Tasche mitnehmen.

Diese Themen wurden im Unterricht von den 9. Klassen im Religionsunterricht unter Leistung von Frau Schöberl und Frau Groh ausgearbeitet und auf Plakatwänden im Schulhaus präsentiert. Dabei waren auch die Zeiten eindrucksvoll, die das Material braucht, um vollständig zersetzt zu werden: eine Plastikflasche braucht beispielsweise 450 Jahre dafür.

Das brachte uns auf die Idee, noch etwas Sinnvolles mit Plastikabfällen herzustellen. So wurden Bastelanleitungen für Tetrapak-Müll und alte Plastikflaschen gesucht und ausprobiert. Die Klassen 6c und 6d durften dann nach einer thematischen Einführung ins Thema  unter Anleitung der 9-Klässler fleißig ans Werk gehen und Stiftebehälter, Blumenübertöpfe, Sparschweine usw. basteln.

J. Groh